Neuseeland 30.11-10.12.09

Nach meinem Besuch in Rockhampton für 2 Tage, machten Inga und ich uns auf den Weg nach Neuseeland.. Unser Hinflug verlief ohne Schwierigkeiten und ohne Verluste, was sich später, nach diesem Urlaub vom Urlaub, als große Ausnahme herausstellte.:)

Unsere ersten vier Tage verbrachten wir in einem kleinen, gemütlichen Hostel etwas außerhalb von Auckland. Eigentlich hatten Inga und ich uns vorgenommen, die ganze Reise über Englisch zu sprechen, diese Idee war spätestens verfallen als wir in einem Hostel ankamen, dass größtenteils nur von Deutschen bewohnt wurde. Herzlich Willkommen Backpacker Life- Ein Leben, in dem man den ganzen Tag Deutsch sprechen könnte- auch wenn man sich am anderen Ende der Welt befindet. Nach unseren ersten  paar Hostels stellten sich Inga und ich die Frage, ob überhaupt noch irgendwelche Deutschen in Deutschland zurückgeblieben sind. Wir bezweifelten es stark. :)

In Auckland hatten wir sehr viel  Glück mit dem Wetter: 3 Tage durchgängig Regen.. Nur an unserem ersten Tag beglückte uns die Sonne. Trotz unserer Befürchtung bei kaltem und eisigem Wetter zu landen, hatten wir keinen Kälteschock bekommen. Im Gegenteil, zwischen 18 und 22 Grad waren auch mal eine ganz schöne Abwechslung zu unserem Tropenwetter. Nur auf den Regen hätten wir gerne verzichtet. Trotz konstanter Regenschauer und fehlender Regenjacke (Inga :)), haben wir die Tage in Auckland sehr gut genutzt.

Wir haben uns in der Stadt einen Multipass gekauft, wodurch wir vier verschieden Attraktionen in Auckland besuchen konnten. Wir besuchten ein Aquarium, in dem uns am Besten die Pinguine gefallen haben, waren auf einem Skytower, mit einer super Aussicht auf die Stadt, in einem Freizeitpark, der nicht größer war als wahrscheinlich der kleinste Freizeitpark in Deutschland (aber dafür war es der größte in Neuseeland :)) und wir machten einen Ausflug zu Rangitoto Island.. Diese Insel ist ein ehemaliger Vulkan und die Landschaft war sehr beeindruckend. Obwohl wir leider für diesen Ausflug das schlechteste Wetter der letzten Tage erwischt hatten, nach einer halben Stunde schon komplett durchnässt waren und eine sehr waghalsige Fährfahrt hinter uns hatten, haben wir es nicht bereut. Endlich fühlten wir uns in Neuseeland angekommen. Die grasbedeckte Hügellandschaft war einfach unglaublich. Auch wenn Auckland eine sehr schöne Stadt ist und die Menschen sehr liebenswert und freundlich sind,  ist die Stadt jedoch sehr europäisch und deswegen für uns nicht so besonders.

Nach diesen ersten Tagen auf der Nordinsel flogen wir auf die Südinsel nach Queenstown. Die Stadt ist umgeben von einer atemberaubenden Natur: eingebettet von hohen Bergen und direkt an einem wunderschönen See. Inga und ich verbrachten drei Tage an diesem Ort und übernachteten in einem YHA Hostel, das direkt am See gelegen war. Die Lage war super, aber trotzdem mussten wir feststellen, dass uns die kleineren, gemütlicheren und familiären Hostels viel mehr zusagten.

Durch eine Radtour und eine „Wanderung“ zu einem Aussichtspunkt, wo man einen super schönen Blick über die Stadt hatte, lernten wir die neuseeländischen Natur besser kennen und schätzen. :) Dabei erinnerte sie uns manchmal sehr an die skandinavischen Länder.

Die letzten zwei Tage unseres Neuseelandstrips verbrachten wir dann noch in Christchurch. Wie der Name schon sagt, besitzt Christchurch ein paar sehr schöne Kirchen. Von dieser Stadt aus machten wir dann ein Schiffstrip zum Dolphinwatching. Das war einfach traumhaft. Die Delphine umrundetet das Schiff und schwammen neben uns her und jedes mal freute man sich, wenn wieder irgendwo ein Delphin auftauchte. Nächstes mal möchte ich mit im Wasser sein :).

Die Zeit in Neuseeland war sehr witzig, aufregend und wirklich sehr abwechslungsreich. Wenn Inga und ich nicht irgendwelchen Bussen hinterher rennen mussten, in letzter Sekunde noch auf Schiffe sprangen ,oder alles stehen und liegen lassen mussten um noch unser Shuttle zu erreichen, waren wir meistens am essen. :) Unsere Verluste nach unserer ersten Reise umfassten ein schwarzes T-Tshirt, eine Haarbürste, ein Hostelschlüssel, den wir schon am ersten Abend verloren hatten und unseren Käse, den wir immer wieder gerne in den Hostels liegen ließen.

Insgesamt war unser Neuseelandausflug einmalig, aber leider viel zu kurz um wirklich dieses wunderschöne Land richtig kennen zu lernen. Dafür muss ich wohl doch noch einmal wieder kommen, vielleicht bei meiner nächsten Reise ans andere Ende der Welt.